Insulinresistenz und Folgeerscheinungen wie der Diabetes mellitus Typ 2 sind beeinflussbar. Zur nichtmedikamentösen Diabetes-Therapie gehören die hypokalorische Diät, die Gewichtsreduktion und die gesteigerte körperliche Aktivität. Die Wirkung der hypokalorischen Diät auf die Insulinresistenz - und damit auch auf den Diabetes - setzt schon nach wenigen Tagen ein, noch bevor ein bedeutsamer Gewichtsverlust eintritt. Bei Übergewicht verbessert eine Gewichtsabnahme die Insulinempfindlichkeit.
Das primäre Vermeiden von Übergewicht ist vermutlich die effektivste Therapie, um einer Insulinresistenz, den assoziierten Symptomen des Insulinresistenz-Syndroms und den Folgeerkrankungen (Typ-2-Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen) vorzubeugen. Wichtigstes Mittel zur Vermeidung von Übergewicht ist die gesund erhaltende Ernährung. Neben der richtigen Kalorienzahl ist die Verdrängung der gesättigten Fettsäuren (tierische Fette mit Ausnahme von Fisch) vom Speiseplan vorrangig
(ADA,
1998).
Ein regelmäßiges moderates körperliches Training in der richtigen Trainingsintensität unter Berücksichtigung der individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen hat eine ganze Reihe gesundheitsfördernder Wirkungen (z. B. Verbesserung der Sauerstoffversorgung, Blutdrucksenkung, effektivere Herzleistung, gesteigerte Fett- und Glukoseverbrennung, Stärkung der Immunabwehr) und vermindert die Insulinresistenz, auch bei älteren Menschen. Das Training sollte zu einem Bestandteil der täglichen Routine werden, da schon wenige Tage nach seiner Beendigung der Effekt auf die Insulinresistenz wieder nachlässt. Empfehlenswert für die Therapie ist ein dreimal wöchentliches Training über jeweils 20-45 Minuten, bei dem eine zuvor ermittelte individuelle Pulsfrequenz nicht überschritten werden soll (ADA,
1998; Kobayashi,
1999).
An medikamentösen Möglichkeiten zur Therapie der Insulinresistenz - und damit auch zur Diabetes-Therapie - stehen dem behandelnden Arzt neue wirksame Substanzen zur Verfügung. |