Sowohl ein zu hoher Blutzucker-Spiegel als auch zu niedrige Blutzucker-Werte wirken sich schädlich auf unsere Gesundheit aus. Um den Blutzucker in einem "normalen" Bereich zu halten, verfügt unser Körper über verschiedene Regulationsmechanismen. Eine zentrale Rolle bei der Blutzucker-Kontrolle spielt das Hormon Insulin. Unter dem Einfluss von Insulin wird normalerweise der Zucker aus dem Blut (= Blutzucker) in die Muskulatur und in die Leber geschleust und dort weiterverarbeitet. Außerdem bremst Insulin die eigenständige Zuckerneubildung in der Leber , die zur Blutzucker-Erhöhung beiträgt. Insulin beeinflusst aber nicht nur den Blutzucker: Das Hormon sorgt unter anderem auch dafür, dass die (gefäßschädigenden) überschüssigen freien Fettsäuren aus dem Blut in das Fettgewebe geschleust werden.
Bei Insulinresistenz sind diese Prozesse gestört : Muskulatur und Leber nehmen weniger Blutzucker und damit auch weniger Energie (!) auf. Gleichzeitig bildet die Leber ungehemmt Glukose, so dass der Blutzucker-Spiegel weiter ansteigt. Da Insulin auch an den Fettzellen nicht mehr richtig wirkt, gelangen vermehrt Fettsäuren aus dem Fettgewebe - vor allem aus dem Bauchfettgewebe - in die Blutbahn. Dies trägt dazu bei, dass die Fette insgesamt aus dem Lot geraten, die Blutgefäße geschädigt werden und die Insulinresistenz noch weiter ansteigt. |